Landesarbeitsgemeinschaft für Zahngesundheit
Baden-Württemberg e.V.

Mundhygiene und Zahnpflege

Während der Schwangerschaft

Zu Beginn und auch während Ihrer Schwangerschaft sollten Sie Zähne und Zahnfleisch in der Zahnarztpraxis untersuchen und – wenn nötig – behandeln lassen, um Ansteckungs- und andere Risiken von vorn herein auszuschalten oder zu minimieren:

  • Zahnbelagstests zeigen Ihnen, an welchen Stellen sich Ihre Zahnpflege noch verbessern lässt.

  • Professionelle Zahnreinigung bringt klinische Sauberkeit für Zähne und Zahnfleisch und beugt Karies und Parodontitis (Zahnfleischentzündung) vor.

  • Bedingt durch die Hormonumstellung des Körpers können sich selbst bei Vorliegen von geringstem Zahnbelag schwangerschaftsbedingte Zahnfleischentzündungen bilden.

  • Die Mundgesundheit der Schwangeren ist wichtig für die Allgemeingesundheit der werdenden Mutter, denn Zahnfleischerkrankungen erhöhen das Risiko einer Frühgeburt.

  • Führen Sie in der Schwangerschaft eine besonders gründliche häusliche Mundhygiene durch, dazu gehört auch die Reinigung der Zahnzwischenräume.

Bild: Die Zahngesundheit bei Schwangerschaft ist besonders wichtig. Foto: proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski

Weitere Hinweise:
Broschüre: „Gesunde Zähne fangen im Bauch an...“
Bezug: Bundeszahnärztekammer
Chausseestrasse 13, 10115 Berlin

Kariöse Milchzähne und die Folgen für die Gesundheit

Milchzähne, auch wenn sie später ausfallen, erfüllen eine wichtige Funktion im Mund:

  • Sie dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne.

  • Sie sind wichtig für die Sprachentwicklung.

  • Sie sich wichtig für das Selbstwertgefühl des Kindes.


Bild Milchzähne haben eine wichtige Funktion. Foto: proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski

Unbehandelte Milchzähne können insbesondere zu folgenden gesundheitlichen Schäden führen:

  • Durch den frühzeitigen Verlust von Milchzähnen bzw. Milchzahnsubstanz kann der Zahnwechsel erheblich gestört werden, wodurch später eine kieferorthopädische Behandlung notwendig sein kann.

  • Große Kariesherde in Milchzähnen sind eine Brutstätte für kariesaktive Bakterien, die von dort aus gesunde bleibende Zähne besiedeln und angreifen.

  • Tiefkariöse Zähne mit geöffnetem Zahnmark bilden einen direkten Zugang für Bakterien, die bis in den Kieferknochen eindringen können. Sie sind nicht nur eine Dauerbelastung für die Abwehrkräfte des Körpers, sondern können auch zu allgemeinen Erkrankungen führen (z.B. Ekzeme).
Zahnhygiene beginnt mit dem ersten Zahn Foto: proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski

Weitere Hinweise: LAGZ

Eine sinnvolle Zahnpflege von Anfang an

Zähne putzen will gelernt sein:

Bild KAI Grafik: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Zähne putzen nach KAI plus

  1. Kauflächen
    Man beginnt auf der Kaufläche, auf allen Seiten im Ober- und Unterkiefer.

  2. Außenflächen
    Man beginnt auf der Kaufläche, auf allen Seiten im Ober- und Unterkiefer.

  3. Innenflächen
    Man beginnt auf der Kaufläche, auf allen Seiten im Ober- und Unterkiefer.

  4. Sobald der erste bleibende Backenzahn im Durchbruch ist, wird dieser „quer“ mit der Zahnbürste geputzt.

  5. Mund gründlich ausspülen. Dies ist, in der Regel, erst am Ende der Kindergartenzeit möglich.

  6. Zahnbürste gründlich ausspülen.

  7. Zahnbürste mit dem Kopf nach oben in den Becher stellen.

Eine sinnvolle Zahnpflege von Anfang an

Kinder können selbstständig die Zähne sauber putzen, wenn sie fließend schreiben können, deshalb putzen Eltern Kinderzähne morgens und abends von allen Seiten sauber, bis etwa Ende der 2. Klasse.

  1. Auf den Kauflächen der Backenzähne ist Hin- und Herbürsten erlaubt. So werden die tiefen Rillen und Furchen (Fissuren) sauber.

  2. Mit der Zahnbürste Kreise auf die Außenflächen der Schneide- und Backenzähne „malen“.

  3. „Ausfegen“ der Zahninnenflächen – wie mit einem Handfeger.

  4. Mund gründlich ausspülen.

  5. Zahnbürste gründlich ausspülen und ausklopfen.

  6. Zahnbürste mit dem Kopf nach oben in den Becher stellen.

Weitere Hinweise: Broschüre: „Pflege und Ernährung - Bausteine für gesunde und schöne Zähne“ Bezug: DAZ Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde Postfach 1352, 64503 Groß-Gerau


Bild Mit der KAI-Methode macht Zähneputzen Spaß Foto proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski

Kinder können selbstständig die Zähne sauber putzen, wenn sie fließend schreiben können, deshalb putzen Eltern Kinderzähne morgens und abends von allen Seiten sauber, bis etwa Ende der 2. Klasse.

  1. Auf den Kauflächen der Backenzähne ist Hin- und Herbürsten erlaubt. So werden die tiefen Rillen und Furchen (Fissuren) sauber.

  2. Mit der Zahnbürste Kreise auf die Außenflächen der Schneide- und Backenzähne „malen“.

  3. „Ausfegen“ der Zahninnenflächen – wie mit einem Handfeger.

  4. Mund gründlich ausspülen.

  5. Zahnbürste gründlich ausspülen und ausklopfen.

  6. Zahnbürste mit dem Kopf nach oben in den Becher stellen.

Weitere Hinweise:
Broschüre: „Pflege und Ernährung - Bausteine für gesunde und schöne Zähne“
Bezug: DAZ Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde
Postfach 1352, 64503 Groß-Gerau

Die richtige Zahnbürste

Handzahnbürste Ideal ist ein kleiner Bürstenkopf, dicht besetzt mit Borsten aus Kunststoff und abgerundeten Spitzen. Keine Naturborsten (Bakterienträger!). Für Kinder gibt es spezielle, altersgemäße Zahnbürsten mit breitem Griff. Spezielle Zahnbürsten gibt es ebenfalls für die Zahnreinigung bei festsitzenden Zahnspangen. Nicht vergessen: Alle zwei Monate die Zahnbürste erneuern, spätestens dann, wenn sich die Borsten auseinanderbiegen.

Bild Nicht vergessen: Alle zwei Monate die Zahnbürste neu gegen alt tauschen Foto: proDente e.V./ B&M Fotografie


Dies gilt auch für die: elektrische Zahnbürste. Die elektrische Zahnbürste kann auch für Kinder, ab Ende des Kindergartenalters, geeignet sein, da sie deren Spieltrieb ausnutzt und damit Zähneputzen „Spass macht“. Empfehlenswert sind Zahnbürsten mit einem Signalton: Dieser signalisiert einen zu hohen Druck auf den Zahnschmelz.

Weitere Hinweise:
Broschüre: „Pflege und Ernährung – Bausteine für gesunde und schöne Zähne“
Bezug: DAZ Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde
Postfach 1352, 64503 Groß-Gerau

Bild Elektrische Zahnbürsten sind für Kinder nach dem Kindergartenalter sinnvoll Fotos: proDente e.V./ B&M Fotografie

Mundpflegemittel: Die Unterscheidung nach Zweck und Form

Es gibt verschiedene Arten von Mundpflegemitteln. Diese unterscheiden sich

  1. in ihrem Zweck:
    • solche, die allein der Reinigung der Mundhöhle und kosmetischen Zielen dienen

    • solche, die zusätzliche Substanzen enthalten, welche vorbeugende oder

    • heilende Eigenschaften besitzen (therapeutische Mundpflegemittel)

  2. in ihrer Form:
    • Zahnpasten, die vor allem Fluoride enthalten

    • Mundwasser, das der Erfrischung der Mundhöhle dient, den Atemgeruch verbessert und auch den Reinigungseffekt erhöht

Foto: proDente e.V./ Dirk Kropp

Weitere Hinweise:
Broschüre: „Wie halte ich Mund und Gebiß gesund?“
Bezug: Bundeszahnärztekammer
Chausseestrasse 13, 10115 Berlin